Ich bin ein großer Fan davon, keine Lebensmittel wegzuwerfen und möglichst alles zu verwerten. Das geht so weit, dass ich einen Stich in der Brust verspüre, wenn ich erlebe, wie Lebensmittel weggeworfen werden.
Es gibt aber zum Glück viele Methoden, um aus alten Lebensmitteln oder Lebensmittelresten noch etwas Wundervolles zu machen und dafür bin ich immer zu haben. Ich habe ein Rezept das ich sehr gerne mache, um mein altes Brot zu verwerten. Dieses stelle ich dir heute vor.
Altes Brot verwerten
Ich esse gerne und viel Brot, aber trotz meinem Brottopf * passiert es manchmal, dass das letzte Stück des Laibes schon etwas hart wird. Das kann in einem Einpersonenhaushalt leider schnell passieren, da ich mich ja nicht nur ausschließlich von Brot ernähren möchte.
Damit mein Brot etwas länger frisch bleibt, habe ich mir vor zwei Jahren einen Brottopf zugelegt und ich bin wirklich zufrieden. Er ist natürlich nicht magisch – irgendwann wird jedes Brot darin trocken. Aber je nach Brot, Wetter und Luftfeuchtigkeit in meiner Küche bleibt ein Laib Brot auch gerne mal eine Woche lang noch essbar, ohne dass man sich daran die Zähne ausbeißt. Wenn dein Brot noch nicht allzu hart ist, kannst du deine Brotscheibe übrigens noch toasten. Das macht sie knusprig und lecker.
Wenn es dafür aber schon zu spät ist, sind meine Brotpuffer (oder wie ich sie gerne nenne: Brotdingsis) eine gute Idee.
Meine trockenen Brotreste sammle ich immer, bis ich wieder eine gewisse Menge habe, um meine Brotpuffer zuzubereiten. Da sie so vielseitig sind und ich sie immer wieder mit anderen optionalen Zutaten zubereite, schmecken sie jedes Mal anders. Bis jetzt waren sie aber immer lecker. (Das eine Mal, als ich Blaukraut reingemacht habe, waren die Brotdingsis nicht soo gut, aber noch immer essbar.)
Dieses Mal habe ich für dich versucht, so gut wie möglich aufzuschreiben, was ich gemacht habe:

Brotpuffer
Zutaten
- 200 g trockenes Brot
- Milch, um das Brot einzuweichen
- 2 Eier
- ca. 100 g geriebener Käse nach Wahl Oder auch etwas mehr, wenn du möchtest 🙂
- Würzen nach Belieben (z.B Salz, Pfeffer und Petersilie)
- Öl oder Butter zum Anbraten
optional:
- 2 Karotten
- ca. 80 g Speckwürfel
Anleitungen
- Als erstes muss das Brot eingeweicht werden. Das kann je nach Härte deines Brotes eine ganze Weile dauern. Nicht so hartes Brot ist nach etwa 30 min weich, älteres Brot kann auch gerne mehrere Stunden brauchen. Schneide dein Brot in kleinere Stücke und drücke sie beim Einweichen immer wieder mit einer Gabel auseinander, damit dein Brot komplett einweichen kann.

- Falls du Karotten in deine Brotpuffer machen willst, kannst du diese schon mal klein raspeln und weich kochen. Oder du lässt sie roh – ganz wie du willst. Ich habe meine gekocht.
- Mit der Gabel zerdrückst du deine Brotstücke zu einem Brei, bis du eine schöne Brotpampe hast. Wenn keine harten Stückchen mehr drin sind, ist die Pampe bereit für den nächsten Schritt.

- Füge nun Ei und geriebenen Käse hinzu. Dies sind die wichtigen Zutaten, damit die Brotpuffer am Ende stabil werden. Würze deine Pampe mit Salz, Pfeffer und allem, was dich heute anlacht. Bei mir war es getrocknete Petersilie.Danach habe ich meine Karotten und die Speckwürfel dazu gegeben und alles gleichmäßig verrührt.Tipp: Tomate statt der Karotten schmeckt auch immer sehr lecker. Achte aber darauf, dass deine Pampe nicht zu flüssig wird. Sie soll später in der Pfanne nicht zu sehr zerfließen.

- Jetzt lässt du Butter oder Öl in einer Pfanne zergehen und platzierst kleine Kleckse von deiner Pampe darin. Brate sie von einer Seite, bis sie sich gut vom Boden lösen lassen. Nun umdrehen und von beiden Seiten goldbraun anbraten.
- Und fertig sind deine Brotpuffer aus altem Brot, das du wiederverwerten konntest. Guten Appetit!

Womit hast du deine Brotdingsis gemacht? Schreibe es gerne in die Kommentare und wenn du nebst Tomate und Karotte noch eine weitere leckere optionale Zutat herausgefunden hast, lasse es uns gerne wissen.
Ich hoffe, ich konnte dich etwas inspirieren, damit dein altes Brot noch verwendet werden kann. Es ist immer schön, wenn wir nichts verschwenden müssen.
Habe einen schönen Tag oder Abend und viel Spaß beim Kochen!
-Angi
* markiert).
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