Und? Wie läuft das mit dem Tagebuchschreiben bei dir so? Setzt du dich jeden Abend hin und lässt den Tag Revue passieren? Oder bist du der Typ Mensch, der sich wünscht, sich dafür mehr die Zeit nehmen zu können? Vielleicht ist Tagebuch aber auch nicht so dein Ding? Dann habe ich möglicherweise eine Variante für dich, die dir besser gefällt.
Die Sache mit dem Tagebuchschreiben
Ich habe in den letzten Tagen des Öfteren über das Thema Tagebuchschreiben nachgedacht. In meinem Leben gab es immer mal wieder Zeiten, in denen ich fleißig jeden (oder fast jeden) Tag in meinem Bullet Journal etwas zum Tag aufgeschrieben habe, auch wenn es manchmal nur einige kurze Sätze oder Stichworte waren. Aber im Nachhinein freue ich mich darüber, denn es hat durchaus etwas Schönes an sich, Jahre später diese Tagebucheinträge zu lesen und vergangene Momente, Gefühle und Überlegungen in meinem Kopf wieder auferstehen zu lassen. Es tut gut, diese alten Texte zu lesen und den Fortschritt zu sehen, den ich in meinem Leben gemacht habe. Manchmal müssen wir uns selbst immer wieder daran erinnern, dass wir schon weit gekommen sind. Ich jedenfalls vergesse das manchmal.
Warum Tagebuchschreiben eine gute Idee ist
Ganz egal, wie du dein Tagebuch führst, wie oft du dir dafür Zeit nimmst oder wie viel du schreibst, es kann dir wirklich gut tun. Menschen, die Tagebuch schreiben, beschreiben eine Vielzahl von Vorteilen.
Es hilft, Struktur im Kopf zu schaffen, Stress abzubauen und das eigene Leben zu reflektieren. Außerdem tut es einfach gut, schwarz auf weiß zu sehen, wie man sich verändert und was man alles erlebt hat.
Unser modernes Leben bombardiert uns jeden Tag mit einer Vielzahl von Reizen, so dass wir Jahre, Monate oder manchmal schon Tage später nicht mehr wissen, wie beispielsweise unser 23. Februar im Jahre 2026 war und was uns an dem Tag alles bewegt hat. Die Möglichkeit, Momente des Tages nachschlagen zu können, finde ich irgendwie schön. Es ist eine Möglichkeit, jeden Tag den wir haben, nicht unachtsam an uns vorbeiziehen zu lassen. Immerhin haben wir alle nur diesen einen 23. Februar 2026 erlebt und das werden wir nie wieder tun können.
Das Blumentagebuch
Ich möchte dir heute eine etwas spezielle Form von Tagebuch vorstellen: 🌿Das Blumentagebuch🌼
Aus selbst gefärbtem Papier habe ich mir ein kleines Büchlein gebastelt, das die nächsten Wochen über mein Blumentagebuch sein soll. Darin kann ich Blümchen und Gräser pressen, die mich an schöne Momente erinnern. Wenn du willst, kannst du natürlich auch ein Blümchen für jeden Tag oder Pflänzchen für besondere Momente und Orte sammeln. Zum Beispiel pflückst du die erste Blume der Saison oder ein paar hübsche Gräser, die dort wuchsen, wo du etwas Schönes erlebt hast.

Vielleicht nimmst du dir auch eine Blume oder nur ein Blütenblatt aus den Gärten deiner liebsten Freunde, damit du etwas hast, das dich an sie erinnert. Ein Blumentagebuch wäre doch ein toller Ort für all diese Pflanzen mit Geschichte. Du kannst mit dem Datum und einigen Wörtern deine Erlebnisse in deinem persönlichen Tagebuch verewigen.


Und sonst so?
Neben meinem Blumentagebuch versuche ich aber auch, mich wieder etwas regelmäßiger hinzusetzen und einige Worte über den Tag und was mich alles beschäftigt in einem anderen Buch zu Papier zu bringen. Auch wenn es schon wieder eine Weile her ist, dass ich jeden Tag in mein Bullet Journal geschrieben habe, weiß ich noch gut, dass es mir in vielerlei Hinsicht geholfen hat. Und auch langfristig erfreut es mich, dass ich meine Tage nicht einfach nur gelebt, sondern erlebt und festgehalten habe.
Da hilft wohl nur eins: Einfach wieder anfangen zu schreiben – es einfach zu tun.
Jetzt würde mich aber interessieren, wie du Tagebuch führst, wenn du es tust oder welches Tagebuch du gerne starten möchtest. Hast du vielleicht ein Bullet Journal, ein klassisches Büchlein, das immer griffbereit auf deinem Nachttisch liegt oder kritzelst du Post-its voll, die dann überall rumliegen, wie es bei mir manchmal ist?
Ich wünsche dir einen tollen Tag oder Abend und viel Spaß beim Schreiben 😉

